Zwanzig Jahre Gastronomie. Viel Verantwortung, hohes Tempo, immer für andere da. Von außen lief alles. Innen wurde es enger. Irgendwann hat mein Körper aufgehört mitzumachen. Die Migräne war nicht das Problem. Sie war die Botschaft.
Ein Spezialist empfahl Yoga. Nach der ersten Stunde war da etwas, das ich nicht kannte: Stille. Nicht weil nichts passiert war, sondern weil ich zum ersten Mal nicht funktioniert hatte. Das war der Anfang von allem.
Die Ausbildungen folgten, nicht als Plan, sondern als logische nächste Schritte. Psychologische Beratung. Yoga. Human Design. Und irgendwann habe ich verstanden: es ging immer um Beziehungen. Die zu anderen. Die zu mir selbst.
Mein eigenes Chart erklärt einiges an meiner Arbeitsweise. Ich bin Generatorin mit sakraler Autorität, ich entscheide aus dem Bauch und nicht aus dem Kopf. Und ein Kanal in meinem Design trägt Zyklen, vom ersten Impuls bis zum Abschluss. Deshalb arbeite ich in sechs Monaten und nicht in Einzelterminen.
Meine Aufgabe steht darin ziemlich deutlich. Ich bin hier, um Menschen daran zu erinnern, dass Richtung nicht erobert wird, sondern empfangen. Dass Werte nicht durchgesetzt, sondern gehütet und weitergegeben werden. Und dass das, was wirklich trägt, nicht im Machen liegt, sondern im Zulassen.
Das ist es, was Human Design für mich so wertvoll macht. Es sagt dir nicht, wer du sein sollst. Es zeigt dir, wer du längst bist, und warum dir manches immer schwergefallen ist, was bei anderen leicht aussieht. Für viele Frauen ist das der Moment, in dem sie aufhören, gegen sich selbst zu arbeiten.
