Zwanzig Jahre Gastronomie. Viel Verantwortung, hohes Tempo, immer für andere da. Von außen lief alles. Innen wurde es enger. Irgendwann hat mein Körper aufgehört mitzumachen. Die Migräne war nicht das Problem. Sie war die Botschaft.
Ein Spezialist empfahl Yoga. Nach der ersten Stunde war da etwas, das ich nicht kannte: Stille. Nicht, weil nichts passiert war, sondern weil ich zum ersten Mal nicht funktioniert hatte. Das war der Anfang.
2011 musste ich meine eigene Selbstständigkeit aufgeben. Ich bin direkt wieder arbeiten gegangen, ohne zu verarbeiten, was passiert war. Später nahm ich einen Job an, der mir keinen Spaß machte, aber mehr Geld und mehr Zeit für meine Kinder brachte. Und plötzlich hatte ich Zeit, mich zu fragen, was ich eigentlich will. Ich wusste keine Antwort.
Ich habe Persönlichkeitstests gemacht, Podcasts gehört, Bücher gelesen. Dann bin ich auf Human Design gestoßen. Der Moment, der alles verändert hat, war ganz einfach: die Bestätigung, dass ich aus dem Bauch entscheide und nicht aus dem Kopf. Ich bin Generatorin mit sakraler Autorität. Auf einmal ergab vieles Sinn.
2026 habe ich wieder gekündigt, um ganz in meine Selbstständigkeit zu gehen. Es war nicht leichter als 2011. Aber diesmal wusste ich, wer ich bin und wie ich entscheide. Genau das gebe ich heute weiter.
Human Design sagt dir nicht, wer du sein sollst. Es zeigt dir, wer du längst bist, und warum dir manches schwerfällt, was bei anderen leicht aussieht. Yoga bringt dich zurück in den Körper, wenn der Kopf nicht mehr zur Ruhe kommt. Für viele ist das der Moment, in dem sie aufhören, gegen sich selbst zu arbeiten.